PROGRAMM

RHEINFELDEN

Rebecca C. Schnyder: «Alles ist besser in der Nacht»

RHEINFELDEN AG, 30.09.2016, Freitag, 19:00 Uhr

Erfrischend abgebrüht und zugleich feinfühlig erzählt Rebecca C. Schnyder in ihrem Romandebüt von Billy und deren Schwierigkeit, sich gegen sich selbst zu wehren.

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Billy hat ein Buch veröffentlicht – und sich zu lange auf den Lorbeeren des Erfolgs ausgeruht. Nun stagniert ihr Leben, sie steckt in ihrer Flohmarktwohnung und ihrem Körper fest und ihr eintöniger Alltag wird von zu viel Kaffee, Alkohol und Zigaretten dominiert. Sie weicht den lästigen Anrufen ihrer Mutter genauso aus wie Pierre, der ein neues Buch von ihr will. Doch dann verliebt sie sich versehentlich, in einen mit Scheißschuhen und Zauberlächeln. Gegen ihren Willen wird sie von ihren Gefühlen überwältigt und hat plötzlich nur noch eins im Kopf: Das bisschen Glück zu zerstören, denn vier Wochen sind schon Rekord genug.

Rebecca C. Schnyder lebt und arbeitet als freie Autorin in St. Gallen. Als Kind las sie die Bibliothek von Wald leer; die Jugendliche las an der Kantonsschulzeit in Trogen, während sich die Klasse mit Thomas Manns «Zauberberg» abmühte, zusätzlich noch «Die Buddenbrooks», schrieb für ihre Kolleginnen gleich auch noch die Zusammenfassungen und nebenher Texte für die Schultheater-Gruppe. «Was macht man in diesem Land, wenn man gerne liest und schreibt? – Man studiert Germanistik.» Sie habe sich bereits als Deutschlehrerin vor einer Klasse stehen sehen– «bis ich nach drei Semestern merkte, dass ich nicht über Literatur schreiben, sondern diese selber produzieren will.» Nach weiteren drei Semestern Theaterwissenschaften in Bern hing sie ihr Studium zugunsten des Schreibens endgültig an den Nagel hängte. Ihre Tätigkeit am Berner Stadttheater erleichterte ihr den Einstieg ins freie Schreiben. Als Theater- und Hörspielautorin ist Rebecca C. Schnyder heute sehr erfolgreich und hat schon zahlreiche Auszeichnungen dafür bekommen.

Moderation: Miriam Hefti
Zu Gast bei: Carole & Co. Im Kunzental 10 in Rheinfelden AG
Eintritt: CHF 10.-/5.- (Legi&Co)

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BASEL

Laura Vogt: «So einfach war es also zu gehen»

BASEL, 16.10.2016, Sonntag, 19:00 Uhr

Helen, die junge Ich-Erzählerin, verliebt sich in Hamburg, will weg aus der Schweiz und reist nach Ägypten. Die arabische Revolution steht unmittelbar bevor und auch in Helen brodelt es. Bildstark und hellwach zählt Laura Vogt von Vätern und Schwestern, Körper und Spiegel, von Sprache und Schweigen, Nähe und Distanz, den Umgang mit sich selbst als Fluchttier.

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Helen, die junge Ich-Erzählerin, verliebt sich in Hamburg, will weg aus der Schweiz und reist nach Ägypten. Die arabische Revolution steht unmittelbar bevor und auch in Helen brodelt es. Als ihre Schwester unerwartet in Kairo auftaucht, muss sie sich mit ihrer Familie auseinandersetzen. Bildstark und hellwach zählt Laura Vogt von Vätern und Schwestern, Körper und Spiegel, von Sprache und Schweigen, Nähe und Distanz, den Umgang mit sich selbst als Fluchttier.

Laura Vogt (*1989 in Teufen) absolvierte das Schweizerische Literaturinstitut in Biel. Davor studierte sie Kulturwissenschaften an der Universität Luzern und hielt sich längere Zeit in Uganda, Ägypten und Griechenland auf. Sie schreibt Prosa, lyrische und journalistische Texte und ist in diverse Projekte involviert. 2012 gewann sie den Schreibwettbewerb der Literaare; 2014 wurde sie mit einem Werkbeitrag der Ausserrhodischen Kulturstiftung ausgezeichnet.

Moderation: Marion Regenscheit
Zu Gast bei: Susanne an der Hegenheimerstrasse 39, 4055 Basel
Eintritt: CHF 10.-/5.- (Legi & Co)

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ZUG

Silvia Overath: «Robbe schwimmt rückwärts»

ZUG, 16.10.2016, Sonntag, 19.00 Uhr

Mona will auf die Schauspielschule. Wieder hat sie ihre Kleidertüte unterm Arm und memoriert Gretchen auf dem Klo. Ein allerletztes Mal wird sie sich auf die Prozedur des Vorsprechens einlassen. In ihr sitzt ein schmatzendes Tier: die Angst. Aber Mona ist mutig. und voller Hoffnung. Weil es keine Alternative gibt als das Glück.

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Mona will auf die Schauspielschule. Wieder hat sie ihre Kleidertüte unterm Arm und memoriert Gretchen auf dem Klo. Ein allerletztes Mal wird sie sich auf die Prozedur des Vorsprechens einlassen. In ihr sitzt ein schmatzendes Tier: die Angst. Aber Mona ist mutig. und voller Hoffnung. Weil es keine Alternative gibt als das Glück. Der schmale Roman ist ein Fest intensiver Momente. Hier spricht, tobt, singt, explodiert eine junge Stimme. Und führt Mona am Ende über das Theater ins Leben.

Silvia Overath, geboren 1986 in Tübingen, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und London sowie Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Sie arbeitet als Fernsehdramaturgin und Lektorin und lebt in Hamburg. 2010 gewann sie den Nachwuchspreis des Schwäbischen Literaturpreises. „Robbe schwimmt rückwärts“ ist ihr erster Roman.

Moderation: Pascal Zeder
Zu Gast bei: Anu-Maaria im Rank 146, 6300 Zug
Eintritt: CHF 10.-/5.- (Legt & Co)

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ZUFIKON

Roland Reichen: «Sundergrund»

ZUFIKON AG, 27.10.2016, Donnerstag, 19:00 Uhr

Roland Reichen schreibt Texte, in denen das Hochdeutsch ins Straucheln gerät. Die Sprache ächzt immer wieder halb bern-, halb standarddeutsch, wenn sie in seinen Romanen „aufgrochsen“ (2006) und „Sundergrund“ (2014) von Deklassierten wie dem depressiven Friedli oder dem Junkie Fieder erzählt.

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Fieder hat den Junk bitter nötig: Der Fögi, sein Dealer, hat ihm eben den Videorekorder aus seinem detailreich beschriebenen „Bruchbudeli“, das in der Thuner Agglobrache liegt, entführt – und vor allem muss er sich in Form bringen. In Form für das „Raadewuu“ in der Halle 18, wo es neben dem Gottesdienst und christlichem Rock auch die Maria zu bewundern gibt. Doch alles endet in kompletter Trostlosigkeit, denn die Schicksale in „Sundergrund“, dem zweiten Roman von Roland Reichen, sind auswegslos. Die Figuren suchen eigentlich nur ein wenig Wärme und Liebe, doch es geht alles schief. Von einem Ersatzmittel zum nächsten Hangeln sie sich. Dann kommen halt irgendwann mal die Drogen. Bei Roland Reichen gerät das Hochdeutsch ins Straucheln, bei ihm ächzt die Sprache, wenn sie zwischen halb bern-, halb standarddeutschem Idiom wechselt.

Roland Reichen ist in einer Arbeiterfamilie in Spiez aufgewachsen. Er studierte in Bern Germanistik und Geschichte und ist zur Zeit wissenschaftlicher Mitarbeiter der historisch-kritischen Jeremias-Gotthelf-Edition. Als er 1998 durch Pfeiffersches Drüsenfieber wochenlang ans Bett gebunden war, begann er aus Langeweile zu schreiben. Daraus sind nicht zuletzt seine beiden Romane „aufgrochsen“ (2006) und „Sundergrund“ (2014) entstanden, die Standardeutsch mit Dialekt vermischen. Zusammen mit Hartmut Abendschein und Christian de Simoni bildet Roland Reichen die Literaturgruppe „Hybrido Unreim“, mit Matto Kämpf zeichnet er auf Youtube. Neben diversen Stipendien, die ihm Aufenthalte in Berlin, Minsk, Estland und Litauen ermöglichten bekam er im vergangenen Jahr für „Sundergrund“ den Literaturpreis des Kantons Bern. Für die dreimonatige Omnibus-Lesetour des europäischen Literatur-Networks CROWD nahm er im vergangenen Juni auf der Etappe Prag-München teil.

Zu Gast bei: Christine an der Hirzenmattstr. 11 in Zufikon
Eintritt: CHF 10.-/5.- (Legi & Co)

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ZÜRICH

Jacqueline Moser «Ich wünsche, wir begegneten uns neu»

ZÜRICH, 06.11.2016, Sonntag 19.00 Uhr

Was ist Glück? Diese weltumspannende Sinnfrage zieht sich durch Jaqueline Mosers (*1965) neuen Roman.

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Was ist Glück? Diese weltumspannende Sinnfrage zieht sich durch Jaqueline Mosers (*1965) neuen Roman. Den kleinsten, subversiven Aktivitäten, aber auch den grossen Brüchen, die das Leben bereithält, folgen wir Ella, einer bildenden Künstlerin und Grafikderin und ihrem Sohn Milo. Schicht um Schicht entledigt sie sich ihres Lebens; eine Sammlung aus Notaten fügt sich zu einer Geschichte um Erinnerungen und Träume.

Jacqueline Moser wurde 1965 in Basel geboren. Als junge Erwachsene reiste sie längere Zeit durch Westafrika und Asien. Ihre Vorfahren lebten über Generationen in einer Schweizer Kolonie, in einem Dorf in Bessarabien (das zu Südrussland, später zu Rumänien und der UdSSR gehörte und heute in der Ukraine liegt), bis die Familie in den 40er Jahren nach langjährigen Umwegen zurück in die Schweiz floh. 2008 erschien ihr erstes viel gelobtes Buch «Lose Tage »  im weissbooks Verlag.

Moderation: Martina Läubli
Zu Gast bei: Julia Häcki, Shilstrasse 61, 8001 Zürich

Eintritt: CHF 10.-/5.- (Legi & Co)

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BASEL

Michelle Steinbeck: «Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch»

BASEL, 12.11.2016, Samstag, 17:00 Uhr

Michelle Steinbecks (*1990) skurril-poetischer Debütroman «Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch» erzählt die phantastische Reise der Loribeth: Sie will einen Koffer mit einem toten Kind darin ihrem Vater bringen. Dann nämlich, glaubt sie, würden sich all ihre Probleme lösen.

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«Luzide Absurdheitsprosa zwischen Panik und Komik, vom Feinsten» nennt es die Berliner Zeitung. Michelle Steinbecks skurril-poetischer Debütroman erzählt die phantastische Reise der Loribeth: Sie will einen Koffer mit einem toten Kind darin ihrem Vater bringen. Dann nämlich, glaubt sie, würden sich all ihre Probleme lösen.
Zusammen mit Lektorat Literatur fühlen wir Michelle Steinbeck und ihren Texten in einem buchstäblichen Werkstattgespräch auf den Zahn: Wie ist diese virtuose Entwicklungsgeschichte entstanden? Was ist mit dem Text passiert, bis er zwischen zwei Buchdeckel gebannt war?

Michelle Steinbeck (*1990) studierte Literarisches Schreiben in Biel und lebt in Basel und Zürich. Sie ist Redaktorin der Fabrikzeitung, Veranstalterin und Mitglied von Babelsprech, junge deutschsprachige Lyrik und veröffentlichte Prosa, Lyrik und Szenen in Sammelbänden, Heften, im Rundfunk und auf Theaterbühnen.

Eine Kooperation mit Lektorat Literatur und dem Festival BuchBasel

Moderation: Simon Deckert und Verena Stössinger
Zu Gast bei: Schreinerei Felix Fluri, Breisacherstrasse 86, 4057 Basel
Tickets: ab 28. September über BuchBasel oder an der Tageskasse

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KÜSSNACHT AM RIGI

Tom Zürcher: «Der Spartaner»

KÜSSNACHT AM RIGI, 13.11.2016, Sonntag, 19.00 Uhr

Fieberhaft hält der Protagonist alle Gespräche und Erlebnisse im Sanatorium fest. In täglichen Sitzungen versucht die Ärztin der Faszination auf den Grund zu gehen, die der Spartaner auf ihn ausübt. Nach und nach kommt etwas zum Vorschein, womit niemand gerechnet hat.

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Fieberhaft hält der Protagonist alle Gespräche und Erlebnisse im Sanatorium fest. In täglichen Sitzungen versucht die Ärztin der Faszination auf den Grund zu gehen, die der Spartaner auf ihn ausübt. Nach und nach kommt etwas zum Vorschein, womit niemand gerechnet hat. Tom Zürcher hat ein dichtes, tragikomisches Psychogramm eines Menschen geschaffen, der am Erwachsenwerden gehindert wird und dessen Weltsicht die Leser in ihren Bann zieht.

Tom Zürcher, geboren 1966, lebt als freier Texter und Schriftsteller in Zürich. In den 1990er Jahren gelang ihm mit Högo Sopatis ermittelt ein vielbeachtetes Debüt.

Moderation: Patrick Hegglin
Sprecherin: Jana Avanzini
Zu Gast bei: Guido an der Bodenstrasse 23, 6403 Küssnacht am Rigi
Eintritt: CHF 10.-/5.- (Legi & Co)

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