Sofalesungen

Eugenia Senik
«Das Streichholzhaus»

© Oksana Klutschenko

Basel

So 12.02.2023 17:00 Uhr

zu Gast bei Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben

Eintritt

10.- / 20.- / 30.- (zahl, was du magst!) 

bezahlen vor Ort bar oder mit TWINT

In Kooperation mit dem Literaturhaus Basel

Eugenia Senik

Eugenia Senik hat für die Recherche ihres Romans selbst mehrere Monate in einem Obdachlosenheim verbracht.  Seit 2021 lebt sie in Basel, wo sie ein Masterstudium in Literaturwissenschaft absolviert. «Das Streichholzhaus» erschien 2019 in ukrainischer Sprache und wurde vom PEN Ukraine in die Liste der besten ukrainischen Bücher des Jahres 2019 aufgenommen.

Moderation: Naomir Gregoris

«Das Streichholzhaus»

Ohne recht zu wissen, wie es dazu kam, findet sich Anna in einem Obdachlosenheim in der Westschweiz wieder. Zwischen Menschen mit den verschiedensten Biografien findet sie hier Ruhe und Geborgenheit. Allerdings nicht auf Dauer – es zieht sie zurück in die Ukraine, wo ihre Heimatstadt im Donbass mittlerweile von russischen Truppen besetzt ist. Liebevoll erzählt Eugenia Senik in «Das Streichholzhaus» (Zytglogge 2022, aus dem Ukrainischen von Matthias Müller) die Geschichte der ukrainischen Lehrerin Anna und der Menschen, denen sie begegnet. Sie zeigt die Schweiz durch die Augen einer Zugewanderten und wirft immer wieder die Frage nach der Bedeutung der Herkunft und eines Daheim auf. Die Handlung wird untermalt von den ganzseitigen Zeichnungen des ukrainischen Illustrators Serhii Kostyshyn.



© Paula Troxler

Welches Buch würdest du dir am liebsten vorlesen lassen? Und von wem?

Ein Buch vorlesen zu lassen, ist für mich sehr emotional. Es erinnert mich an die Momente, als meine Mutter mir Texte vorgelesen hatte, während ich krank war und mir die Augen brannten. Oder als mir meine Grossmutter "Ivanhoe" von Walter Scott für den Test der allgemeinen Literatur vorgelesen hatte, als ich zu müde zum Lesen war. Da beide nicht mehr leben und ich sie sehr vermisse, sind diese Erinnerungen sehr wertvoll für mich. Deshalb wünsche ich mir, dass mein Mann mir ein Buch vorliest, da er Teil meiner Familie ist. Ich würde mich besonders freuen, wenn es "Löwenzahnwein" von Ray Bradbury wäre, da dieses Buch für mich sehr nostalgisch und poetisch ist.

Was bedeutet es für dich, ein Buch zu schreiben?

Ein Buch zu schreiben bedeutet für mich eine Kreation, ein Prozess des Kreierens. Das Schreiben ist für mich wie eine Schöpfung, bei der ich aus einem leeren Blatt Papier oder einer Word-Datei ein vollständiges Buch forme. Es ist faszinierend und beeindruckend, eine Geschichte zu erschaffen, die vorher noch nicht existiert hat und nach Stunden, Tagen oder sogar Jahren in meinen Händen zu halten. Ein Buch zu veröffentlichen, ist einer der glücklichsten Momente in meinem Leben und es ist mir immer eine grosse Freude, ein neues Werk mit der Welt teilen zu dürfen.


Welches Buch hat dich besonders geprägt?

Es ist schwer zu sagen, welches Buch mich am meisten geprägt hat, da es in verschiedenen Phasen meines Lebens unterschiedliche Bücher waren. In meiner Schulzeit hat mich "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry sehr beeindruckt. Während meines Studiums der ukrainischen und allgemeinen Literatur habe ich viele Bücher gelesen, die mich beeinflusst haben. Nach dem Studium hat mich "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse sehr beeindruckt. Später hat mich "Gog und Magog" von Martin Buber besonders geprägt. Es ist ein Roman, an dem Buber 25 Jahre gearbeitet hat und welchen ich genial finde.

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