Sofalesungen

Janica Irina Madjar
«Den Berg auf der Zunge»

© Viviane Stucki

Basel

So 15.11.2026 17:00 Uhr

zu Gast bei tba

Eintritt Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-)

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Janica Irina Madjar

Janica Irina Madjar, geboren 1997, wuchs in Wengen in den Berner Alpen auf. Nach einem Bachelor in Fine Arts in Bern und Basel mit Schwerpunkt in Malerei wandte sie sich dem Schreiben zu. Im Sommer 2025 schloss sie den Master in Kulturpublizistik an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Texte von ihr erschienen unter anderem in Publikationen des Limmat Verlags und in verschiedenen Literaturmagazinen. «Den Berg auf der Zunge» ist ihr erster Roman. Janica Irina Madjar lebt und arbeitet in Bern.

Moderation:

Lea Dora Illmer

«Den Berg auf der Zunge»

Als ihre Mutter für ein paar Wochen verreist, kehrt die Erzählerin aus der Stadt nach Hause zurück, ins Bergdorf Wengen, sie soll sich um den Garten kümmern. Dabei wollte sie es doch hinter sich lassen, das Dorf, um in der Stadt zu studieren und aus dem Bergdorfkind eine Stadtfrau zu machen. Es ist ein heisser, regenloser Sommer, begleitet wird sie von einem kleinen Hund und dem tief verwurzelten Misstrauen gegenüber dem Ort, an dem sie aufgewachsen ist. Ein Ort, der vom Verlust des Vaters geprägt ist und für den der Begriff «Heimat» nicht so recht passen mag.

Während die Berge bröckeln, die Gletscher schmelzen und ein Bauprojekt die Lebenswelt der Dorfbewohner:innen erschüttert, durchstreift die Erzählerin die Alpen. Und mit der Zeit erobert sie sich ihren Platz zurück in diesem felsigen Terrain, das zunehmend an Bedrohlichkeit verliert.

In einer dichten, tastenden Sprache zeichnet Janica Irina Madjar den Weg einer Wiederannäherung nach und zeigt, wie Zuversicht dort entstehen kann, wo sich Beständiges aufzulösen droht.
© Paula Troxler

Welches Buch würdest du am liebsten vorlesen?

Am liebsten wohl meinen eigenen Roman. Oft spiele ich Texte vor dem Aufschreiben in meinem Kopf durch, fast wie beim Spielen als Kind, da hat er einen klaren Rhythmus, der, wie ich glaube, der Geschichte noch mal eine andere Bedeutung gibt: Damit die Leser*innen auch genau wissen, wie ich es meine, meine ich. 

Welches Buch platzierst du auf deinem Nachttisch, wenn ein vielversprechendes Date ansteht?

Da liegt ein ganzer Stapel bis unter die Decke, von denen ich noch kein einziges wirklich durch habe und trotzdem alle gleichzeitig lese, so das mir alle Geschichten abhanden kommen, ups.  

Welches Buch hat dich besonders geprägt?

Alle Bücher von Joshua Gross. Seine Geschichten haben mir das Vertrauen gegeben, dass auch die Sprache, die ich in meinen Alltag spreche, für einen Roman reicht oder richtig sein kann.  







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