Sofalesungen

Simone Stolz
«Dazwischen die Einsamkeit»

© Elena Kaeser

Lenzburg

So 08.02.2026 17:00 Uhr

zu Gast bei Stiftung Villa Sonnenberg, Schlossgasse 50, 5600 Lenzburg

Eintritt Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-)

Simone Stolz

Simone Stolz, geboren 1998, hat Knowledge Visualization an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) studiert. In ihrer Arbeit ist ihr das genaue Beobachten und Zuhören ein Anliegen, das Sichtbarmachen und Erzählen. Ihre Bachelorarbeit wurde mit dem Förderpreis Design der ZHdK ausgezeichnet und bildet die Grundlage für ihre erste Graphic Novel «Dazwischen die Einsamkeit». Simone Stolz lebt und arbeitet als selbstständige Illustratorin in Winterthur.

Moderation:

Naomi Gregoris

«Dazwischen die Einsamkeit»

Bis weit in die 1980er Jahre wurden in der Schweiz zehntausende Kinder und Jugendliche in Heimen und Anstalten fremdplatziert und versorgt. Abgegrenzt von der Umwelt und ihren Familien sollten sie erzogen und ausgebildet werden. Was als fürsorgerische Massnahme begründet war, erwies sich für die fremdplatzierten Kinder oftmals als eine schmerzhafte Erfahrung, die ihr Leben prägen sollte.
Durch Zeichnungen und im Gespräch nähert sich Simone Stolz den Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen ehemaliger Heimkinder an. Es sind Erzählungen aus dem Alltag, Erzählungen vom Alleinsein und der Angst, Erzählungen von Arbeit und Ordnung, von Flucht und Resilienz. Erzählungen einer Suche nach Identität.

«Dazwischen die Einsamkeit» schafft einen vielschichtigen und persönlichen Zugang zu einem dunklen Kapitel Schweizer Geschichte und trägt zu dessen Sichtbarkeit bei.

© Paula Troxler

«Draussen drehte sich die Welt, im Heim blieb die Zeit stehen.»

Dazwischen die Einsamkeit, edition clandestin 2025

In welchem Buch wärst du gern mit dabei?

Das schöne an Büchern ist, dass ich bei jedem, das ich lese, in Gedanken ja irgendwie dabei bin. Das reicht mir vollkommen. :)


Welches Buch platzierst du auf deinem Nachttisch, wenn ein vielversprechendes Date ansteht?

«Malina» von Ingeborg Bachmann liegt gerade wieder auf meinem Nachttisch, ich lese es zum zweiten Mal. Ansonsten liegt da meist nur mein Tagebuch. Date hin oder her. :)


Welches Buch würdest du niemals in der Tram lesen?

Vermutlich eine Graphic Novel. Dafür brauche ich mehr Zeit, Platz und Ruhe. Das passt für mich in keine Tramfahrt. 


Welches Buch würdest du dir am liebsten vorlesen lassen? Und von wem?

«Die Vermengung» von Julia Weber, vorgelesen von einer meiner engsten Freundinnen. 


Was bedeutet es für dich, ein Buch zu schreiben?

Viel! Arbeit, Leidenschaft, manchmal Alleinsein. Und die Möglichkeit, mich in selbst-gezeichneten Welten zu verlieren.


Wann ist ein Buch ein Buch?

Wenn einige Seiten zusammengebunden sind und durch diese Verbindung in Bezug zueinander stehen. Vielleicht gehört dann noch ein Umschlag dazu, vielleicht auch nur der Wille, dass es ein Buch ist :)


Welches Buch hat dich besonders geprägt?

Viele auf unterschiedliche Arten... Aber «Genossin Kuckuck» von Anke Feuchtenberger und «Passages» von Martha Verschaffel sind sicher zwei der Wichtigsten. 

In Kooperation mit dem Aargauer Literaturhaus Lenzburg.

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