Sofalesungen

Thierry Raboud
«Schieflage»

© Muto

Zürich

So 26.10.2025 17:00 Uhr

zu Gast bei die Adresse wird bei der Anmeldung bekanntgegeben

Eintritt Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-)

Die übersetzte Lesung findet auf Deutsch und Französisch statt. 

Thierry Raboud

Thierry Raboud, 1987 in Martigny geboren, gehört zur Nachwuchsgeneration der Lyriker in der Westschweiz. Seine erste Gedichtsammlung, "Crever l'écran" (Ed. Empreintes), wurde mit dem Prix Pierrette Micheloud gewürdigt. Als Literaturkritiker und Musiker ist er auch im Bereich Performance und Installation tätig. Im Jahr 2023 war er Preisträger eines Kulturstipendiums der Fondation Leenaards. Seine Gedichte wurden auch ins Italienische übersetzt (Ed. Valigie Rosse).

Moderation:

Rebecca Gisler

studierte Literarisches Schreiben in Biel und Création littéraire in Paris. Sie schreibt auf Deutsch und Französisch und hat ihren Debütroman "Vom Onkel" selbst übersetzt.

Übersetzer*in: Yves Raeber ist Schauspieler, Regisseur und literarischer Übersetzer von Theaterstücken und Prosa. Für die Übersetzung von Die Panzerung (»Béton Armé«) von Philippe Rahmy wurde ihm 2019 von der Stadt Zürich eine literarische Auszeichnung verliehen.

«Schieflage»

Wie entwächst man einer untergehenden Welt?

​Thierry Rabouds poetischer Fliesstext »Schieflage« bewegt sich auf der Zeitachse zwischen Aufstieg und Untergang unserer Welt. Mit irisierenden, teils verstörenden Bildern beschwört der junge Dichter die auf die junge Generation überwälzte Klimakatastrophe herauf und sucht nach kollektiven Möglichkeiten, ihr zu entrinnen. Raboud hat sich für seinen dritten Gedicht-Zyklus sieben Tage lang im geschlossenen Musée Jenisch in Vevey aufgehalten und zum Schreiben eine Schreibmaschine und eine einzige lange Papierrolle verwendet.

© Paula Troxler

aus versilberten wolken

beginnt etwas zu tropfen

messerscharfe tränen

schlitzen unsere iris auf

bohren sich ins auge

des gewissens

Schieflage, S. 21, Verlag die Brotsuppe 2025

In Kooperation mit Zürich liest. 

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