Thierry Raboud
Thierry Raboud, 1987 in Martigny geboren, gehört zur Nachwuchsgeneration der Lyriker in der Westschweiz. Seine erste Gedichtsammlung, "Crever l'écran" (Ed. Empreintes), wurde mit dem Prix Pierrette Micheloud gewürdigt. Als Literaturkritiker und Musiker ist er auch im Bereich Performance und Installation tätig. Im Jahr 2023 war er Preisträger eines Kulturstipendiums der Fondation Leenaards. Seine Gedichte wurden auch ins Italienische übersetzt (Ed. Valigie Rosse).
Moderation:
Rebecca Gisler
studierte Literarisches Schreiben in Biel und Création littéraire in Paris. Sie schreibt auf Deutsch und Französisch und hat ihren Debütroman "Vom Onkel" selbst übersetzt.
Übersetzer*in: Yves Raeber ist Schauspieler, Regisseur und literarischer Übersetzer von Theaterstücken und Prosa. Für die Übersetzung von Die Panzerung (»Béton Armé«) von Philippe Rahmy wurde ihm 2019 von der Stadt Zürich eine literarische Auszeichnung verliehen.
«Schieflage»
Wie entwächst man einer untergehenden Welt?
Thierry Rabouds poetischer Fliesstext »Schieflage« bewegt sich auf der Zeitachse zwischen Aufstieg und Untergang unserer Welt. Mit irisierenden, teils verstörenden Bildern beschwört der junge Dichter die auf die junge Generation überwälzte Klimakatastrophe herauf und sucht nach kollektiven Möglichkeiten, ihr zu entrinnen. Raboud hat sich für seinen dritten Gedicht-Zyklus sieben Tage lang im geschlossenen Musée Jenisch in Vevey aufgehalten und zum Schreiben eine Schreibmaschine und eine einzige lange Papierrolle verwendet.