Sofalesungen

Katrin Müller
«Jetzt bloß nicht heulen»

© Privat/zvg

Meisterschwanden

So 23.11.2025 17:00 Uhr

zu Gast bei Ort wird bei der Anmeldung bekannt gegeben

Eintritt Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-)

Katrin Müller

Katrin Müller, geboren 1980 im Saarland, studierte Interkulturelle Kommunikation, Spanisch und Informationswissenschaft. Nach ihrem Studium war sie im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Unternehmen und Institutionen, in Agenturen und an einer Kunsthochschule tätig. Unter Pseudonym veröffentlichte sie zwischen 2019 und 2023 vier Kriminalromane. Jetzt bloß nicht heulen ist ihr erster literarischer Roman. Heute lebt sie mit ihrer Familie und drei Hunden an der Deutschen Weinstraße und in Zürich.

Moderation:

Eva Pauline Bossow

«Jetzt bloß nicht heulen»

Clara Bergmann, achtunddreißig, beruflich und privat auf Erfolgskurs, bricht zusammen. Die zweite Fehlgeburt und die Diagnose, dass sie keine Kinder bekommen kann, lassen sich nicht beiseiteschieben wie eine missglückte Imagekampagne. Aber gleich ein Klinikaufenthalt? Erschöpft willigt Clara ein und lässt sich von Paul in einem Kaff absetzten, von dem sie nicht einmal weiß, wie es heißt. In der abgelegenen Klinik erwarten sie fünf flirrend heiße Wochen, ein Zimmer mit Linoleumboden, orange-rote Strickgardinen und ein dichtes Programm aus Musik-, Ergo-, Gruppen- und Konfrontationstherapie. 

Wenn Clara die Klinikregeln, die Mitpatienten – oder sich selbst – nicht mehr erträgt, läuft sie in den nahe gelegenen Wald. Dem Chefdoc gelingt es als Erstem, mit sonorer Stimme, wissendem Blick und herzlichem Lächeln, Clara zu erreichen. Sie beginnt, ihre Trauer und ihre Wut zuzulassen, sich nicht mehr schuldig zu fühlen. Einmal wagt sie sogar einen Ausflug ins nahe Eiscafé, zusammen mit Simone, einer Schicksalsgenossin, und dann liegen sie plötzlich auf dem Tisch, »die Gefühle, die so tief in mir verschlossen waren.«
© Paula Troxler

Auf welchen Drink würdest du deine Lieblingsautorin gerne einmal einladen?

Auf einen Limoncello Spritz, der schmeckt für mich nach Ferien und nach ausgelassenen Abenden mit Blick aufs Meer.


Welche Fragen würdest du deiner Lieblingsautor*in gerne stellen?

Wie man den Übergang zwischen der realen und der Romanwelt im Kopf perfekt schafft, bzw. die beiden so gut voneinander trennt, dass man sich konzentriert in der einen oder in der anderen Welt aufhalten kann aber jeweils immer wieder gut wechseln kann.


In welchem Buch wärst du gern mit dabei?

Als Kind wäre ich gerne eine Figur in „Die unendliche Geschichte" von Michael Ende gewesen - heute ist das schwieriger zu sagen. Vielleicht in „Eine Frage der Chemie" - als Wegbegleiterin der Protagonistin im Kampf für die Frauenrechte.

In Kooperation mit dem Aargauer Literaturhaus Lenzburg.

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