Sofalesungen

Liliia Zhernov & Daniel Henseler
«Butter Me Up! Lull mich ein!»

© Taras Vorobets / Renate Weber

Zürich

So 25.10.2026 17:00 Uhr

zu Gast bei GZ Loogarten, Badenerstrasse 658, 8048 Zürich

Eintritt Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-)

Es hat vier Stufen bis zur Tür und einen Absatz/Türrahmen. Die Toilette ist leider auch nicht zugänglich mit dem Rollstuhl.

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Liliia Zhernov & Daniel Henseler

Liliia Zhernov, geboren in Kiew, lebt seit 2022 in Zürich. Von Beruf aus Juristin, arbeitete sie in den zehn Jahren vor ihrer erzwungenen Auswanderung als Kreativdirektorin der Nischenmarke für Kunstschmuck ZHERNOV. Sie ist seit Mai 2025 Stipendiatin des Programms Weiterschreiben Schweiz und neben ihrer literarischen Arbeit auch im Theaterbereich tätig. Butter Me Up! Lull mich ein! ist ihr Debütroman.

Moderation:

Arzije Asani

arbeitet an der Schnittstelle von Literatur, Kulturvermittlung und Bewegtbild. Geboren in Altstätten (SG) und aufgewachsen im Rheintal, prägten die Geschichten des Gehens und Bleibens ihrer Eltern als ehemalige Gastarbeiter*innen ihre Kindheit. Mit zwanzig zog sie nach Zürich und studierte an der Zürcher Hochschule der Künste. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Migration, Identität und den Spuren familiärer Erinnerung auseinander.

Übersetzer*in: Daniel Henseler ist Lyriker und promovierter Slawist. Er übersetzt aus dem Russischen und lehrt russische Sprache sowie russische und polnische Literatur an verschiedenen Universitäten. Zudem publiziert er als Literaturkritiker in führenden Medien. Gedichtbände ich mache mich aus dem staub (graffito) (Edition Howeg zürich 2021) und restwärme. gedichte (Edition Howeg Zürich 2026).

«Butter Me Up! Lull mich ein!»

Der Roman erzählt die Geschichte einer verzehrenden Liebe, die nicht gelebt werden kann. Die Erzählerin – Mutter und Emigrierte – verliebt sich auf einer endlosen Zugfahrt in ihr Gegenüber, eine Frau. Eine Leidenschaft wächst, die bald in absoluten Anspruch und in Besessenheit kippt. Der Protagonistin misslingt es zunehmend, Erinnerung, Fantasie und Erlebtes auseinanderzuhalten. Wie ihre irrenden Gedanken knüpfen sich auch formal Gedichte und Prosa zu einem unentwirrbaren Gewebe. 

© Paula Troxler

Ich fuhr im stickigen Liegewagen eines Zugs, der längst auf den Schrottplatz gehörte. In meiner Nähe klirrte ein Löffel nervös im Glas, das Glas klapperte an den Untersatz, der Untersatz an den Tisch. Am lautesten ratterte der neurotische Zug.

Butter Me Up, S. 16, zeitkind 2026

Welches Buch platzierst du auf deinem Nachttisch, wenn ein vielversprechendes Date ansteht?

Auf meinem Nachttisch lägen dann eher Verhütungsmittel und ein paar Duftkerzen.


Welches Buch würdest du am liebsten vorlesen?

„Wolke in Hosen" von Wladimir Majakowski. Idealerweise natürlich ihm selbst. 


Was bedeutet es für dich, ein Buch zu schreiben?

To "walk on air against your better judgement" (Seamus Heaney)

In Kooperation mit Zürich liest. 

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