© Aleks Sekanić

© Ramona Früh

© Ramona Früh

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© Aleks Sekanić

© Aleks Sekanić

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Sofalesungen

Mariann Bühler
«Verschiebung im Gestein»

© Ayse Yavas

Winterthur

So 30.03.2025 17:00 Uhr

zu Gast bei Bei Felicitas und Pierre-Alain in Seen

Eintritt Zahl, was du magst: 10 / 20 / 30 (mit KulturLegi 5.-)

Haus & Toilette sind nicht rollstuhlgängig. Vor der Eingangstüre hat es zwei Stufen. 

Bitte im Haus die Schuhe abziehen. Falls ihr zu kalten Füssen neigt – gerne Hausschuhe oder Socken mitbringen :)

Mariann Bühler

Mariann Bühler ist Autorin, Literaturvermittlerin und als Veranstalterin in verschiedenen Kontexten tätig. Ihr erster Roman "Verschiebungen im Gestein" war für den Schweizer Buchpreis 2024 nominiert. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie mit einem Werkbeitrag des Fachausschusses Literatur beider Basel und der Zentralschweizer Literaturförderung ausgezeichnet. Mariann Bühler hat das Projekt Sofalesungen initiiert und geleitet und war u.a. für das Literaturhaus Zentralschweiz und das Literaturhaus Basel tätig. Sie hat an der Universität Basel und der Freien Universität Berlin Englische Literatur- und Sprachwissenschaft, Islamwissenschaft und Gender Studies studiert und 2010 mit dem Lizentiat abgeschlossen.

Moderation:

Migmar Dolma

(*1991) hat Internationale Beziehungen in Genf studiert. Sie ist Autorin und lebt in Zürich, wo sie an ihrem Debütroman schreibt.

«Verschiebung im Gestein»

Lange hat draußen das Schild »Bis auf Weiteres geschlossen« gehangen, bis Elisabeth die Ent­scheidung trifft, die Bäckerei weiterzuführen. Sie allein. Jeden Morgen feuert sie an, rührt den Teig, schiebt die Brote in den Ofen – und überrascht das ganze Dorf und sich selbst dazu. In derselben Gegend Alois’ Hof. Ein Hof, seit Generationen in Familienbesitz, Alois wurde nicht gefragt, ob er ihn übernehmen wollte. Er lebt mit dem Hund, überhört die Erwartung, eine Familie zu gründen – aber etwas schnürt sich zu. Vielleicht hat das mit Camenzind zu tun. Unterdessen kehrt eine junge Frau ins Dorf zurück; die drei Stufen zur Bäckerei laufen sich wie von selbst. Bei den Großeltern holt sie den Schlüssel zum Sommer­haus, es soll verkauft werden. Sie sieht alles wieder, den Bergkamm, das Tal, den Balkon mit der Zugbrücke. Bald, so scheint es ihr, beginnt das Haus mit ihr zu sprechen.

Der Roman verfolgt drei Figuren, die nichts voneinander wissen und doch verbunden sind – durch die Gegend, das Dorf und die drängende Frage, wie es eigentlich weitergehen soll. Hart­näckig haben sich in ihnen weitläufige Spuren von Vergangenem festgesetzt, aber dann gerät doch etwas in Bewegung. In ihrem sprachlich dichten Debüt beobachtet Mariann Bühler, wie Veränderung sich ihren Weg sucht und Ver­schiebungen passieren, die so nie vorgesehen waren, die zuweilen sogar Berge versetzen.

© Paula Troxler

Er sah es wimmeln von Maden und Käfern und Raupen, die sich durch alles hindurchfrassen. Mäuse machten sich über die liegen gebliebenen Früchte her, aus den Baumstämmen sprossen Pilze wie Regalböden. Es sah aus wie das Buch, das Ruth im Regen hatte liegen lassen. 

Verschiebung im Gestein, S. 142, Atlantis 2024

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